Degussa Goldbarren

Es gibt weltweit mehrere Scheideund Prägeeinrichtungen, die hochwertige Goldbarren herstellen. Mit diesen Goldbarren wird in beinahe allen Teilen der Welt ein funktionierender Handel garantiert. Die am weitest verbreitete Barrenform ist die Rechteckige. Neben dieser, sehr bekannten Variante gibt es beinah unzählige andere Variationen. Es gibt zum Beispiel eine Vielzahl von Barren, die mit Motiven versehen sind. Das Gewicht mancher Barren wird auch nicht in Gramm oder Kilogramm angegeben, sondern in anderen Maßeinheiten wie Tolas oder Pfund. Wenn man vor hat, ernsthaft in Goldbarren zu investieren, dann sollte man eine recht neutrale Barrenform wählen, möglichst ohne Motiv. Am besten lässt man den Barren in Gramm abwiegen.

Der Barrenproduzent Degussa

Die erste Scheideanstalt wurde im Jahr 1843 von dem Goldschmied Friedrich Ernst Roessler im Auftrag des Frankfurter Senats gegründet. Diese erste Scheideanstalt war der Grundstein für den heutigen Degussa Konzern.

Bis in das Jahr 1873 hinein blieb diese Scheideanstalt und der Hand der Familie Roessler. Sie wurde in diesem Jahr in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt eingebracht. Daher kommt auch die Abkürzung Degussa. Etwas später, im Jahr 1980 nannte sich diese Aktiengesellschaft dann nur noch Degussa AG. In Deutschland zählte diese Scheiderei für Edelmettale im 20 Jahrhundert bereits schon als die Größte ihrer Art. Im Jahr 2003 fanden einige Umstrukturierungen in dem Konzern statt. Am Ende dieser Phase gehörte die Aktiengesellschaft Degussa zu der Umicore-Gruppe. Diese hat ihren Hauptsitz in Belgien. Bis in das Jahr 2005 wurden die Goldbarren, die aus Hanau-Wolfgang stammen unter dem Namen Degussa hergestellt und auch verkauft.

Degussa ist wie Haraeus ein Goldbarren Hersteller und stellt Goldbarren in allen möglichen größen her. Genau wie die Goldbarren der Emirates können diese bei vielen Banken und Händlern erworben werden.

Das Logo von Degussa besteht aus einer Raute mit einem stilisierten Mond- und Sonnezeichen. Diese beiden Symbole zählen in der alten Kunst der Alchemie als die Zeichen für Gold. Unter der Raute befindet sich der Firmenname Degussa. Neben dem Firmennamen kann man noch das Wort „Feingold“ finden. Dieses Wort deutet schon auf den Reinheitsgrad von „999.9“ hin. Außerdem kann man auf jedem Goldbarren das Gewicht in Gramm angegeben sehen.

Die Goldbarren werden in der Produktion sowohl gegossen als auch geprägt. Hierbei wird nach Gewicht unterschieden. Die Barren von 1 Gramm Gewicht bis zu 100 Gramm werden geprägt, während die Barren von 250 Gramm Gewicht bis zu 1.000 Gramm gegossen. Letztere weißen aufgrund ihrer hohen Anschaffungskosten außerdem noch eine gestanzte Produktionsnummer auf.

Der 1.000 Gramm Barren wurde am häufigsten gekauft. Unter ernsthaften Investoren erfreuen sich auch die fünf Kilogramm Barren großer Beliebtheit. Da die Barren bis einschließlich 100 Gramm noch einen recht niedrigen Materialpreis aufweisen, wurden diese besonders oft als Geschenke bestellt. Dabei wurden Sonderprägungen von Vereinen, Firmen oder Städten bestellt. Das Motiv wurde dann auf der Unterseite des Barrens geprägt. Für solche Sonderprägungen gibt es allerdings keinen Markt und so wurden viele der personalisierten Barren wieder eingeschmolzen. Auch bei diesen Sonderbarren betrug die Feinheit grundsätzlich 999.9.

In der heutigen Zeit werden die Degussa Barren nicht mehr hergestellt. Da die Scheiderei in Deutschland allerdings die größte ihrer Art war, kann man die Barren noch oft antreffren.